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Standortförderung

Standortstrategie

Ein attraktiver Standort entsteht selten durch Zufall oder einzelne Massnahmen. Er entsteht durch gute Rahmenbedingungen für Unternehmen, Arbeitnehmende, Bevölkerung und Gemeinden: Die strategischen Stossrichtungen reichen von Innovation und Fachkräften über Mobilität und Flächen bis zu Wohnen, Bildung und Lebensqualität.

Die kantonale Standortstrategie gibt dafür die gemeinsame Richtung vor. Sie beschreibt, wohin sich der Kanton Luzern entwickeln will, welche Schwerpunkte dabei gelten und wie die Entwicklung beobachtet wird. Regionen und Gemeinden finden auf dieser Seite zudem Grundlagen und Werkzeuge, um eigene Standortstrategien zu erarbeiten oder weiterzuentwickeln.

 

Innovation, Arbeitskräftepotential, Erreichbarkeit, Kostenumfeld, Struktur und Lebensqualität: Dies sind die sechs relevanten Standortfaktoren abgeleitet vom Bericht Kantonaler Wettbewerbsindikator der UBS
Die strategischen Stossrichtungen richten sich an sechs Standortfaktoren aus.

Kantonale Standortstrategie

Die kantonale Standortstrategie bildet die gemeinsame Grundlage, auf welche Politik, Verwaltung, Wirtschaftsförderung, Regionen und Gemeinden sowie weitere Akteure ihre Aktivitäten in der Standortförderung ausrichten und priorisieren können. Die kantonale Standortstrategie baut auf der Kantonsstrategie ab 2023 auf und ist ein zentrales Instrument, um die Vision und die Leitziele der Kantonsstrategie mit Fokus der Standortentwicklung für Wirtschaft und Bevölkerung in konkrete Handlungsfelder zu überführen. Damit verbindet sie die langfristige Ausrichtung des Kantons mit den aktuellen Herausforderungen im Standortwettbewerb.

Wirtschaftspolitisches Gesamtziel Standort Luzern

«Luzern ist ein wettbewerbsfähiger Standort für Unternehmen und bietet eine hohe Lebensqualität für alle Luzernerinnen und Luzerner.»

Das wirtschaftspolitische Gesamtziel beantwortet die Frage, was der Kanton mit der Standortförderung erreichen will. Es knüpft direkt an die Kantonsstrategie ab 2023 an. Zusammen mit Mission, Leitsätzen und Positionierung bildet es den Rahmen der Strategie. An diesem Rahmen misst sich, welche Themen Vorrang erhalten und welche Massnahmen der Kanton ergreift.

Kern der Strategie sind sechs strategische Stossrichtungen. Sie sind das Bindeglied zwischen dem langfristigen Gesamtziel, der Mission und Positionierung des Kantons einerseits und den operativen Massnahmen anderseits. Sie übersetzen die übergeordneten Ziele in klar priorisierte Themenfelder und bilden den Orientierungsrahmen für konkrete Projekte, Massnahmen und Kooperationen.

Die Standortstrategie ist im Fokusprogramm Standortförderung 2026-2029 in Kapitel 2 und 3 ausgeführt.

Kantonales Standortmonitoring

Eine Standortstrategie erfüllt ihren Zweck nur, wenn die Entwicklung des Standorts regelmässig beobachtet wird. Das kantonale Standortmonitoring führt wichtige statistische Kennzahlen zusammen und macht sichtbar, wie sich der Kanton über die Zeit entwickelt. Das kantonale Standortmonitoring ist gegliedert nach den sechs strategischen Stossrichtungen. Es enthält Kennzahlen zu Bevölkerung, Wirtschaftsleistung, Unternehmen, Arbeitsmarkt, Wohnen, Mobilität, Bildung und öffentlichen Finanzen. Die mehrjährige Betrachtung zeigt Trends und hilft, Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Das Monitoring schafft damit eine gemeinsame Faktenbasis für Politik, Verwaltung, Regionen, Gemeinden und Öffentlichkeit. In der Standortstrategie dient es sowohl zur Analyse der Ausgangslage sowie zum Monitoring bereits umgesetzter Massnahmen.

Zum Standortmonitoring Kanton Luzern

Weiterführende Analysen und Kennzahlen zum Standort Luzern und zur Zentralschweiz werden von verschiedenen Partnern publiziert. Unter anderem sind das Folgende:

 

Regionale Standortstrategien

Arbeitsformen, Mobilitätsbedürfnisse, Raumansprüche und die Verfügbarkeit von Fachkräften verändern sich. Regionen, Gemeinden und Städte sind deshalb gefordert, ihr Profil zu schärfen. Eine regionale Standortstrategie schafft dafür die Grundlage. Sie hält fest, wo eine Region heute steht, wohin sie sich entwickeln will und mit welchen Massnahmen sie dorthin kommt.

Die Luzerner Regionen und Gemeinden unterscheiden sich in ihrer wirtschaftlichen Struktur, ihrer räumlichen Situation und ihren Entwicklungsmöglichkeiten. Eine regionale Standortstrategie setzt deshalb dort an, wo eine Region oder eine Gruppe von Gemeinden mit den eigenen Stärken am meisten bewirken kann. Sie schafft eine gemeinsame Grundlage für Gemeinden, regionale Entwicklungsträger, Unternehmen, Bildungsinstitutionen und weitere Partner. So lassen sich Prioritäten abstimmen, Verantwortlichkeiten klären und die verfügbaren Mittel auf das Wesentliche konzentrieren.

Von der Ausgangslage zu umsetzbaren Prioritäten

Eine regionale Standortstrategie sollte fünf zentrale Fragen beantworten:

  • Wo steht die Region heute – und wie hat sie sich in den vergangenen Jahren entwickelt?
  • Welche Stärken, Schwächen und besonderen Entwicklungspotenziale prägen die Region?
  • Welches gemeinsame Zielbild soll die Entwicklung in den nächsten Jahren leiten?
  • Welche strategischen Schwerpunkte und konkreten Massnahmen haben Vorrang?
  • Wer übernimmt welche Aufgaben und woran wird der Fortschritt gemessen?

Zusammenspiel mit der kantonalen Standortstrategie

Die kantonale Standortstrategie richtet die Standortförderung auf sechs Standortfaktoren aus: Innovation, Arbeitskräftepotenzial, Erreichbarkeit, Kostenumfeld, Strukturen und Lebensqualität. Regionale Strategien konkretisieren diese Faktoren für den eigenen Kontext und machen sichtbar, welchen Beitrag eine Region leisten kann und welche Unterstützung sie dafür braucht.

Die regionale Standortstrategie soll an bestehende kommunale und regionale Grundlagen anschliessen. Dazu gehören beispielsweise Gemeindestrategien, räumliche Entwicklungskonzepte, regionale Entwicklungsplanungen und laufende Projekte. Das verhindert Doppelspurigkeiten und verbindet die Standortentwicklung mit bereits getroffenen politischen und raumplanerischen Entscheiden. Eine regional abgestützte Strategie erleichtert es zudem, Vorhaben in die kantonalen Förderinstrumente einzubringen.

Prozesshandbuch für Regionen und Gemeinden

Das Prozesshandbuch «Regionale Standortstrategien Luzern» unterstützt regionale Entwicklungsträger, Gemeinden und Städte bei der Erarbeitung oder Überprüfung ihrer Strategie. Es führt modular durch die einzelnen Schritte des Strategieprozesses. Zu jedem Modul gehören eine kurze Einführung, Checkfragen zur Selbsteinschätzung, Werkzeuge und Vorlagen sowie Hinweise zur Anbindung an die kantonale Standortstrategie. Eine begleitende Toolbox stellt Analysehilfen, Indikatoren und Vorlagen zur direkten Anwendung bereit.

Es müssen dabei nicht alle Module durchlaufen werden. Ist bereits eine aktuelle Strategie vorhanden, können einzelne Module gezielt genutzt werden, etwa zur Aktualisierung der Datenbasis, zur Überprüfung der Massnahmen oder zum Aufbau eines Monitorings. Am Anfang eines Strategieprozesses führt eine Checkliste zur passenden Einstiegsstelle.

Prozesshandbuch Regionale Standortstrategien Luzern

Ein praxisorientierter Leitfaden mit Modulen, Checklisten und Werkzeugen für Regionen, Gemeinden und Städte.


Standortmonitoring der Gemeinden

Eine verlässliche Datenbasis ist der Ausgangspunkt jeder Standortstrategie. Das kommunale Standortmonitoring stellt für jede Luzerner Gemeinde zentrale Kennzahlen bereit. Abgedeckt werden unter anderem Bevölkerung, Raum und Umwelt, Wirtschaft und Arbeit, Energie, Bauen und Wohnen, Mobilität und Verkehr, soziale Sicherheit, Bildung, Politik und Gesellschaft sowie öffentliche Finanzen.

Die Kennzahlen sind thematisch entlang den selben Standortfaktoren gegliedert wie das kantonale Standortmonitoring. Zudem lassen sich einzelne Gemeindeprofile öffnen und Gemeinden miteinander vergleichen. Damit erhalten Gemeinden und alle Interessierten einen schnellen Überblick über die Situation vor Ort und über längerfristige Entwicklungen.

Statistische Kennzahlen ersetzen die lokale Einschätzung nicht. Für eine regionale oder kommunale Standortanalyse sollten sie mit dem Wissen der Gemeinden, Unternehmen und weiteren Akteure ergänzt werden. Erst die Verbindung von Daten und Erfahrungen vor Ort ermöglicht eine belastbare Einordnung und die Ableitung passender Massnahmen.

Zum Standortmonitoring der Gemeinden

Raum und Wirtschaft (rawi)

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Kontaktpersonen

Fragen zum Luzerner Innovationsbeitrag (LIB) richten Sie bitte an innovationsbeitrag@lu.ch. 

Weitere Fragen:

Michael Rossi
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+41 41 228 43 95
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Benjamin Häfliger
Abteilungsleiter Wirtschaftsentwicklung
+41 41 228 50 70
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