Die Ausgangslage im Kanton Luzern ist heute sehr gut: Die Lebensqualität der Bevölkerung ist hoch, und der Kanton gehört national und international zu den attraktivsten Unternehmensstandorten. Die finanzielle Situation des Kantons präsentiert sich derzeit erfreulich. Diese positive Entwicklung ist das Ergebnis einer wirtschaftsfreundlichen Standortpolitik, unter anderem dank tiefer Unternehmensgewinnsteuern, welche die Standortattraktivität in den vergangenen zehn Jahren deutlich gesteigert haben.
Internationale Entwicklungen im Steuerbereich, insbesondere die OECD-Mindestbesteuerung, verändern die Ausgangslage jedoch grundlegend und schwächen die Standortattraktivität des Kantons Luzern. Der Kanton verliert dadurch seinen bisherigen Wettbewerbsvorteil der tiefen Unternehmensgewinnsteuern für grosse internationale Unternehmen. Es besteht das Risiko, dass Unternehmen abwandern und dadurch Arbeitsplätze sowie Steuereinnahmen verloren gehen und künftige Investitionen nicht mehr im Kanton Luzern getätigt werden. Insgesamt stehen Steuereinnahmen von über 1,1 Milliarden Franken für Bund, Kanton und Gemeinden auf dem Spiel.